Die Frau
// Oktober 3rd, 2007 // No Comments » // Denken
Die Frau, die du suchst, nicht die, die du findest.
// Oktober 3rd, 2007 // No Comments » // Denken
Die Frau, die du suchst, nicht die, die du findest.
// Juli 31st, 2007 // No Comments » // Denken, Leben
Ist denn nicht langsam Zeit?
Erwachsen zu werden. Bürgerlich zu werden. Eine Familie zu gründen. Sich niederzulassen. Karriere zu machen. Haus zu bauen, zu kaufen, einzuziehen. Endlich erwachsen zu werden.
Nun, nein.
Es ist Zeit. Für mich. Zu erfahren. Zu schmecken. Zu spüren. Dich kennen zu lernen. Dich zu lieben. Dich zu verlieren. Hier abzubiegen und da geradeaus zu fahren. ‘Ja’ und ‘Nein’ zu sagen. ‘Vielleicht’ auszuschließen. Den Nachthimmel, den Horizont zu betrachten. Und zum Ziel zu erklären. In die Luft zu springen und versuchen, dort zu bleiben. Die gleiche Musik laut und leise zu hören. Zu hoffen. Zu träumen. Zu leben.
// Juli 19th, 2007 // No Comments » // Denken, Leben
I still remember the first time she smiled at me.
It was a glance of a thousand possible worlds.
And although she’s ingnoring me these days, those moments no one can take away from me. Not even her. And one day, some time in the future, I’ll see them again somewhere else. Them possibilities. yay
[And that time I'll catch 'em.]
// April 10th, 2007 // 2 Comments » // Denken
Vielleicht ist manisch-depressiv sein ja nur zum Fetisch erhobene Lebendigkeit.
// Februar 17th, 2007 // 1 Comment » // Denken
“Love isn’t something you feel, it’s something you do. And if the person you’re with doesn’t want it, you know, do yourself a favor and save it for someone who does.” -sfu
:)
// Februar 6th, 2007 // No Comments » // Denken, Der Buchstaben viele, Leben
Man könnte die letzten Tage hier einen falschen Eindruck bekommen haben. Den Eindruck, ich wäre leicht zu begeistern, als wäre ich auf Extasy hängengeblieben (hätte ich es je genommen) und hätte ich mir in einem Anfall von Liebe für die ganze Welt den Spruch ‘euphorisch by default’ auf die Stirn tätowieren lassen. Und wäre anschließend für den Rest meines Lebens wie ein kleines Mädchen im Garten umhergehüpft, dass gerade erfahren hat, dass es in Zukunft auf einem Ponyhof aufwächst. Und da nie ausmisten muss. Nur Ponys reiten, und vielleicht mal bürsten. Und Jon Bon Jovi ist der persönliche Reitlehrer.
Wo war ich? Ach ja, euphorisch. Das bin ich eher selten. Ich würde sogar so weit gehen, dass es wesentlich seltener ist als bei den meisten Leuten. Ich ziehe mein Grenze früher, bin schneller angewidert und finde schneller Dinge Scheiße. Ich habe, zumindest kommt es mir oft so vor, höhere Ansprüche an das, was mir im Leben etwas bedeutet als ich es oft bei Anderen sehe. Gehe es dabei um Frauen (“Du musst Deine Erwartungen runterschrauben!” yeah, my ass), Musik (“Es muss krachen!” Nee, man muss fühlen) oder was auch immer.
Sturgeons Gesetz lautet: “Ninety percent of everything is crud” (“Neunzig Prozent von allem ist Mist.”).
Ob es stimmt, sei dahingestellt. Das ist sowieso betrachterabhängig, geschmacksunneutral und blah. Aber ich persönlich finde, dass es dem, was ich beobachte recht nah kommt. Und ich habe den Eindruck, dass von den übrigen wirklich guten zehn Prozent wieder nur zehn Prozent, well, phänomenal sind. Das bedeutet dann vom Ganzen sind das genau ein Prozent. 1%. (I think he makes those numbers up as he goes along.)
Ich könnte hier über Dinge schreiben, die mich unsagbar aufregen, manchmal mach ich das. Oft aber einfach nicht. Weil es nichts bringt. Weil, um mal keine Floskel auszulassen, das Leben zu kurz ist um sich über dies und jenes aufzuregen und es am Ende hier noch niederzuschreiben. Und dann vielleicht noch Andere mit seinem Hass oder wenigstens seiner Verachtung gegenüber dem Schund, der uns allen täglich entgegenschwappt, zu belästigen. Nein, Sir, that ain’t my way.
Ich mag lieber die Energie, die mir zur Verfügung steht, für etwas aufwenden, von dem ich finde, dass es das wert ist, als gegen etwas, von dem ich finde, dass es verschwinden sollte. Ich meine damit natürlich nicht maulkorbartiges Grinsen, Abnicken und Wegschauen. Ich meine Prioritäten.
Yeah, ein Prozent Phänomenales, Unerreichtes, Grandioses (Bitte mit eigenem Thesaurus fortführen).
Das ist nicht viel. Deshalb springe ich vor Freude im Dreieck, wenn ich ein Buch lese wie “Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins”, einen Film sehe wie “Der schmale Grat”, oder eine Serie schaue wie “Six Feet Under” .
Deshalb suche ich und versage manchmal und bin begeistert manchmal und ab und zu dann packt es mich. Und wenn es mich packt dann richtig. Es sind diese Momente, die so groß sind, dass sie nur von einer Sache überflügelt werden können: Liebe. And all together it’s called life.
Man hat mir früher nicht selten nachgesagt, ich sei ein Misanthrop und Miesepeter, oft meinte man vielleicht eher Nihilist. Und dann wieder, je nach meiner eigenen Laune, war ich der Klassenclown. Whoops, mit jedem der Extreme kann ich auch heute noch etwas anfangen. Aber ich lehne mich mehr dem Positiven entgegen, und versuche wenn schon, dann eher zu verachten denn zu hassen. Und in der Zwischenzeit versuche ich hier, etwas von den ein Prozent und oft von den ganzen zehn Prozent zu teilen, zu verbreiten. Weil ich es will.
Und deshalb möchte ich jetzt abschließend, obwohl ich das hier und jetzt gar nicht vorhatte, hier Jedem radicalfashion und ihr Debütalbum auf Hefty ans Herz legen. Gestern entdeckt und für großartig befunden. (Auf der Heftyseite kann man den wunderschönen Song Shousetsu anhören (fängt automatisch an zu spielen als erster Song im Player)).
mar’lets all try watching a sunset once in a while’cel
fade to white
// Februar 2nd, 2007 // 1 Comment » // Bewegte Bilder, Denken, Leben
Kein anderes Kunstwerk hat mich so ergriffen wie das Ende von Six Feet Under. Ich meine, mir kamen nicht nur die Tränen. Ich habe richtig geweint, geschluchzt. Die kompletten letzten 8 Minuten. Und selbst wenn ich es gewollt hätte, hätte ich es nicht mehr zurückhalten können. Ich glaube nicht, dass das noch zu toppen ist, zumindest ist es nur schwer vorstellbar. Die letzte Staffel ging im Ganzen auch so schon mehr an die Substanz als die vorhergehenden. Und bei einer Serie wie Six Feet Under will das was heißen. Jetzt, nachdem ich Six Feet Under komplett gesehen habe, kann ich nur Jedem wärmstens empfehlen diese Serie komplett anzuschauen, wenn man es noch nicht getan hat. Es ist nichts weniger als das Beste, was das TV je hervorgebracht hat.
In der Masse (Bei mir über Jahre) hinterlässt es tatsächlich etwas, wie ich es von anderen Kunstwerken in dieser Intensität nicht kenne, ähnlich wie es ein Kommentator auf imdb (weiter unten) formuliert.
Völlig unnütz für den Leser, besonders für Leute die Six Feet Under nicht gesehen haben, folgen jetzt ein paar Zitate, die ich im Internet gefunden habe. Ich halte das jetzt einfach nur für mich fest. Man kann ja wegklicken. (spoilerfrei)
I’m awestruck. Breathless. Unbelieveing. The conclusion of the whole nine yards of this masterpiece of a series just leaves you sitting there, looking around you, having absolutely no clue what to do, how to go on with your life. You want to grab hold of one of your loved ones, squeeze them hard against you, never wanting to let go. Or you just walk around aimlessly in your garden, trying to get order among the maelstrom of thoughts swirling around in your head. Or you just sit in silence, having the feeling that your guts are trying to digest something as indigestible as an obsidian stone. And then, when you think that it’s over, you just realize that it stays with you, for days and days, the movie having created a new and permanent pocket of emotions in your brain, hitting you again and again at the least expected moments.
(..)
Never have I been so deeply moved, engrossed, and affected by a piece of entertainment. Sure, I have fallen in love with and touched by a book, a movie, a TV show, or a song before, but not like this.
(..)
The song and these final images are branded vivid in my mind now. Can’t shake them. And for four days I’ve been thinking about what I saw and heard, reflecting on my own life and losses. (..)
The final episode of Six Feet Under was the most powerful show I’ve ever seen and experienced.
(..)
As silly as it may seems, I’m a different man now. Not after that last episode, neither after watching the whole show. But having that state of mind stuck in your brain for years make you see things differently. Really.
Kommentare auf imdb zur letzten Folge (auf der Seite stehen auch Spoiler, also Vorsicht)
Die “Buddenbrooks” sind 650 eng bedruckte Seiten lang, und die Fernsehserie “Six Feet Under” (mit aller Vorsicht: in manchem so etwas wie die “Buddenbrooks” unserer Zeit) umfasst nun fünf Staffeln zu je zwölf Folgen; die fünfte ist gerade auf Vox angelaufen.
Wie so viele der so kunstvollen, neuen amerikanischen Serienproduktionen (“Sopranos”, “Deadwood” u. a.) hat sie das Serienformat längst gesprengt.(..)
“Ich wollte das Drama und die Schönheit der Tatsache erforschen, dass wir alle sterblich sind”, so beschreibt Alan Ball, der Erfinder der Serie, im Bonusmaterial zur DVD-Box der fünften Staffel seine Grundidee. Ein hochgestochener Satz. Doch erfasst er tatsächlich etwas von dem untergründigen Ernst, den die Serie stets hatte.(..)
Es ist spannend und aufregend, den einzelnen Figuren von “Six Feet Under” zuzuschauen, wie sie sich am Familienthema abarbeiten. Alan Ball gelingt es zu zeigen, dass es um richtige Probleme geht, nicht nur um Diskursphänomene. Und er zeigt es an glaubwürdigen Figuren und ohne Angst vor komplexen Gefühlslagen.
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Good bye, Six Feet Under. And thanks for the fish. And the ride. The joy, the sadness. The thoughts and the emotions.
The insight.
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A life so beautiful.
// Oktober 18th, 2006 // 1 Comment » // Bewegte Bilder, Denken, Leben, netznetz
Als ich letzten Samstag nach dem Mitfreundenimcafeinderkneipesitzen auf dem Heimweg war, dachte ich mir ‘Hahumm, noch gar nicht spät, ich werd mir jetzt noch ‘The Deer Hunter’ reinziehen.’
Zuhause dann war ich der Meinung, dass mir das doch zu lang gehen würde und ich entschied mich dafür, stattdessen eine weitere Folge der grandiosen Serie ‘The West Wing‘ anzuschauen. (Nebenbei: ‘The West Wing’ zählt zum Besten, was ich jemals über meine Flimmerkiste hab strahlen gesehen. Diese Serie rund um eine fiktive US-Administration mit Martin Sheen als President ist intelligent geschrieben, großartig gespielt und behandelt politische und auch generell gesellschaftliche Themen mit viel Gefühl für Drama, Tiefgang und Storytelling ohne die gewisse Prise Humor zu kurz kommen zu lassen. DAbei ist die Serie extrem links eingestellt. Und das glücklicherweise im Oldschool-Left-Stil. Heißt: Man ist nicht der Meinung, dass man recht hat allein aus dem Grund heraus, weil man sich selbst als links sieht und einordnet (wie es heute leider bei Vielen der Fall ist), sondern man setzt sich auch intensiv und ehrlich mit konservativen Argumenten auseinander. Die dann natürlich auch ab und an die Oberhand gewinnen. Erfinder und Hauptdrehbuchautor Aaron Sorkin hat mit den ersten Staffeln (Ich bin gerade in der 3. von 7) ein TV-Meisterwerk geschaffen. Da gibt’s nichts dran zu rütteln. Da verwundert es nicht, dass die Serie mit Preisen regelrecht überhäuft wurde . Obwohl als Nicht-Nativespeaker nicht immer leicht zu verstehen, kann ich die Serie deswegen nur jedem wärmstens ans Herz legen. Nicht zuletzt weil man hier zum Teil sehr genau vorgeführt bekommt wie die amerikanische Gesellschaft in wichtigen (außen-)politischen Sachfragen denkt und fühlt. Und, ach ja: Diese Serie anzuschauen, macht soviel Spaß, das man glatt süchtig danach werden könnte.)
Nachdem ich mir Samstagnacht meine Dosis ‘The West Wing’ verabreicht hatte, kam ich ins Grübeln. ‘Wie genial, diese Befreiung vom Live-TV’, dachte ich. Und ‘Unsere Kinder und Kindeskinder werden uns dereinst fragen, wie wir damit leben konnten, uns vorschreiben zu lassen, wann wir was anzuschauen haben’. Na gut, letzteres habe ich zumindest nicht wortwörtlich so gedacht- ich bin doch kein Freak. Aber nichtsdestotrotzig, die Veränderungen sind da und sie werden nicht mehr weggehen. Im Gegenteil, immer mehr Menschen werden davon Gebrauch machen. Es ist, als gebe es x TV-Sender von denen y TV-Sender die Serie zeigen, die man gerade anschauen will, und ein Sender davon genau gerade die Folge zeigt, die man sehen will. Gut, man kann nicht auf Pause drücken aber dafür wären ja dann die Werbepausen da. So eine Welt würde den Verantwortlichen in der Old-TV-Welt sicher gefallen. Den Konsumenten mehr Freiraum, aber immer noch die volle Kontrolle im Haus der Old-TV-Sender. Es ist übrigens erstaunlich, wie schnell eine Episode von ca. 42 Minuten rum ist, wenn sie nicht mit Werbepausen auf 60 Minuten aufgebläht wird. Da kann man dann auch mal ungestraft ‘Hach, da guck ich jetzt noch eine’ denken.
Wäre ich ein Verantwortlicher in der Contentindustrie (eigentlich müsste man schreiben Contentverwertungsindustrie) und würde ich dann nur halb so viel wie ich in letzter Zeit über die anstehenden Umwälzungen nachdenken, welche auf jede Form der Contentverwertung zukommen werden, mir würde der Arsch so gehörig auf Grundeis gehen. Man würde mich überall nur noch als ‘Eskimo-Ass’ kennen.
Denn Umwälzungen werden in diesem Falle immer auch mit Plattwalzungen verbunden sein.
Als ich diesen Text schrieb, lauschte ich freier Musik die unter einer CC-Lizenz veröffentlicht wurde, welche das Tauschen und Verbreiten explizit erlaubt.
Tags: west wing, tv, contentindustrie, zukunft, veränderung, unddavonnichtzuwenig
// September 22nd, 2006 // 2 Comments » // Denken, Leben, Musik, Baby!
An der Bushaltestelle wartend die ganze Zeit immer wieder voller Hass auf dieses Christina Stürmer Werbung schauen: Die (einstigen) Insignien der Rebellion vom Kapitalismus (lies hier: egoistischen, rücksichtslosen Materialismus) aufgesaugt und pervertiert – das kann Dir den Atem nehmen, wenn es Dir so brutal ins Gesicht gedrückt wird. Ich versuche dem, meinem Blutdruck zuliebe, immer aus den Weg zu gehen. Aber das geht halt nicht immer. Der Albumtitel ‘Lebe lauter’ (5€ ins Phrasenschwein!), die Gürtelschnalle der Totenkopf vor den gekreuzten Knochen (war das nicht mal das Symbol der Piraten?), und fürs konservative, religiöse Publikum natürlich die Halskette mit dem Kreuz -möglichst breite Abdeckung der Beeinflussbaren. Ihr e Fresse Gesicht mit der aktuellmodischen Ponyfrisur schaut mich direkt an und ich will diese Leuchtreklame zerstören, dass der Bus endlich kommt.
Was ist daran schlimmer als an, sagen wir, Scooter?
Dieses.. Ding hier gibt mit seiner Musik vor, etwas zu sein, was es nicht ist.
(Und dass die austauschbaren Hintergrundmusiker aka Band unscharf abgebildet werden, ist nicht unbedingt ein Produkt der PR-Bulldozermaschinerie sondern vielleicht gar auf ihren eigenen Wunsch zurückzuführen, der sich in Scham begründete. Man würde es ihnen zumindest wünschen.)