Beobachtungen

// Juli 5th, 2008 // Leben

In der Sonne auf einer Parkbank sitzend, kommt ein Mädchen, vielleicht 8, mit ihrem Vater an mir vorbei. Sie starrt mich im Vorbeigehen an, und als ich irritiert zurückschaue, setzt sie einen Blick auf, der den Gedanken, dass der Exorzist auf Tatsachen beruhe, plötzlich nicht mehr so abwegig erscheinen lässt.

Auf dem Heimweg komme ich an einer Gruppe spielender Kinder vorbei. Direkt neben ihnen ist an einer Laterne ein Hund angebunden, der offensichtlich zu ihnen gehört. Das Bellen des Hundes schallt in der leeren Fußgängerzone wieder. Die Größte von ihnen, vielleicht 11 und mit erheblichen Übergewicht, geht vom Bellen genervt auf den Hund zu, woraufhin dieser sofort mit gesenktem Haupt rückwärts geht. Da ihn die kurze Leine am Weglaufen hindert, laufen beide eine Runde um die Laterne bis sie ihn zu packen bekommt. Als sie ihn am Kopf packt, bin ich bereits an ihnen vorbei. Wahrscheinlich fügt sie ihm Schmerzen auf eine Art zu, die beide zur Genüge aus ihrer jeweiligen Perspektive kennen.

Ein Obdachloser wühlt in einem Mülleimer im Park nach Pfandflaschen.

The end is near, my friend. The end is near.

One Response to “Beobachtungen”

  1. Soll es wirklich so enden?

    ..aber auch ich frage mich manchmal, auf welchem Weg wir derzeit eigentlich unterwegs sind?!

Leave a Reply