No SpOn

// Juni 7th, 2007 // netznetz

Meines Erachtens hinkt die Qualität der Onlineausgabe sogar der Printversion hinterher. Reißerische Sex&Crime-Schlagzeilen, völlig irrelevante “News” frisch vom Boulevard, hämische Kommentare von Malzahn und Broder, schlecht recherchierte oder manipulative Artikel stehen der “Bild” in nichts nach – ausser dem immerhin-noch-ein-bißchen-seriös-Nimbus, der das Angebot ungerechtfertigt umgibt – und werfen ein schlechtes Licht auf jeden Nutzer der Seite. Hin und wieder ein gutes oder zumindest interessantes Artikelchen sind wohl die berühmte Schwalbe, die noch längst keinen Sommer macht. Die letzten zwei SpOn-Märchen (eins, zwei), die der Spiegelfechter ausgrub, sprechen für sich.

SPONtaner Boykottaufruf bei citronengras mit clever gemachten Logo. (via Spreeblick)

Die Älteren unter den musiqua-Lesern können sich vielleicht noch an die Diskussion über die Qualität bei SpiegelOnline erinnern. Boykott hin oder her (so wichtig ist mir SpOn nun auch wieder nicht, dass ich da extra eine Aktion brauche), ich kann mich dieser Meinung zu SpOn grundlegend anschliessen, wie man hier ja auch schon lesen konnte.

Es gibt nun wirklich bessere journalistische Onlineangebote in Deutschland und der hohe Stellenwert von SpiegelOnline ist angesichts der dort gebotenen Qualität in der Tat eigenartig.

Man zehrt wahrscheinlich immer noch vom Ruf der Printausgabe des Spiegels, die wiederrum von ihrem Ruf von vor ein paar Jahrzehnten zehrt.
Total verze(h)rrt das Ganze. (hihi)

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