Archive for Juni, 2007

derdiedas

// Juni 29th, 2007 // 3 Comments » // netznetz

Heute: Eine neue Folge aus der Reihe ‘hohe Erwartungen schüren und dann mit einem lauwarmen Payoff um die Ecke kommen’:

Man ist es ja gewohnt. Wenn jemand ausschließlich über aber nicht in Blogs schreibt, dann schreibt er ‘der Blog’ und nicht ‘das Blog’. Logisch: Blog ist kurz für Weblogbuch. Das Web, das Logbuch, demnach muss es folgerichtig der Blog heißen, beißende, einleuchtende Logik.

-Drohung: Wer jetzt oder später mit dem Duden im Schlepptau über diese Sache mit mir argumentieren will, wird mit Selbigem erschlagen-

Nun ist man das von den Massenmedien, die ihre Felle wegschwimmen sehen (Leserzahleneinbruch anyone?) und ihre Schäflein vorm Weglaufen schützen wollen, ja gewohnt. Da wird ja auch den Insnetzschreibern versucht ein Grundrecht abzusprechen, oder Alles außer redaktionell Abgesegnetes gleich als Scheiße und ‘Loser generated content’ bezeichnet. Süß. Und eben mit falschen Artikeln versehen. Kann halt nicht jeder Meister der Sprache sein.

Aber jetzt..jetzt auch die De:Bug. Das Vereinsblatt der digitalen Boheme. Ich war erschüttert als ich zu einem Artikel zu adical lesen musste:

..darunter auch unser Cluster de-bug.de, das eher ein gefühlter als ein objektiver Blog ist.

arghs. Äußerst unschöne Art an seinem eigenen Hipsterimage zu nagen. Erschütternd zwar, aber das ist nun weder das gefühlte noch das objektive Ende. Aber vielleicht der Ende.

 

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rumgeplane

// Juni 28th, 2007 // No Comments » // In eigener Sache

(ich werde hier mal wieder etwas mehr über musik schreiben. rummsdibumms)

justice schmustice

// Juni 28th, 2007 // 1 Comment » // Musik, Baby!

Ich mag das Album von Justice. Zugegeben es ist etwas cheesy, aber auf eine erträgliche Art. Vielleicht mag ich es auch weil ich unvermittelt über Justice bei der Hypemachine gestolpert bin und auf Anhieb freudig angetan war. Die kannte ich vorher nämlich gar nicht. Und von einem vorhergehenden Hype den man in der de:bug erlebt hat/habenwill und an den das Album dann nicht rangereicht haben soll, hab ich hier nix mitbekommen. (Was irgendwie ein schönes Gefühl ist. Abseits des Zirkus zu sein. Musik nur für sich allein stehend wahrnehmen, wenn man über sie stolpert. PR einen gar nicht mehr erreichen kann. Ja, daran könnte ich mich gewöhnen. Werbung/ für gute Musik sollte sowieso nur Bernhard machen dürfen, und der ist bekanntlich tot. Hat sich also erledigt.)

Wie dem auch sei, ich mag es. Rockt. Und hat, und so was wollte ich eigentlich nie sagen weil es völlig geeky und unnötig insiderisch klingt und generell irgendwie gaga ist wenn man von der Qualität irgendwelcher Musik spricht, also: produktionstechnisch paar ganz schöne Bratzer dabei. Fett, würden Jugendliche sagen. Gefällt, mir. Vielleicht werde ich aber auch einfach nur alt.

Morgen zerreiss ich die de:bug übrigens hier mal so richtig. Die haben sich in der neuen Ausgabe vielleicht mal nen Schnitzer geleistet. myohmy.

Justice auf foxyladytunesplanet.

Und das Video zur bereits älteren Dance-Single:

Büroatmosphäre2.0

// Juni 24th, 2007 // No Comments » // netznetz

haha, das ist großartig:


Lip Dub – Flagpole Sitta by Harvey Danger

Bürospaß, wie er mal nicht unerträglich ist. :)

(via)

schmutzig

// Juni 22nd, 2007 // No Comments » // netznetz

Jetzt ist es ja so: Alle 3, 4, 5* Monate begebe ich mich mal auf diese Seite. Ich mag sie nicht, diese Seite, hab es aber bis jetzt nicht geschafft meinen Account dort (den ich einst zu Recherchezwecken anlegen musste, hüstel) zu löschen, hauptsächlich wegen dem Autounfallsyndrom**. Und so kommt es, dass ich alle furzlang mal eine private Message bekomm oder angegr’piiiep’t werde. Und zwar meist von Frauen, die man heute hmm eher unter ‘oha, das wär ne unschöne Sackgasse geworden, Glück gehabt’ ablegt, wenn man dann deren Profile ansurft. Denn man bekommt ja Emails zugeschickt, wenn einem dieser traurigen Geschöpfe langweilig ist und sie einen finden und einem eigenartige Dinge schreiben wie -Selbstzensur-. Und dann schaut man halt wie gesagt alle 4 bis 5* Monate mal da vorbei, aus den besagten** Gründen. Aber ich fühle mich danach dann immer so schmutzig. Und zumindest ich finde dann manchmal das dort Gebotene ganz schön deprimierend. Denn die durch die Lebensläufe möglicherweise entstehen könnende Annahme von vorhandener Intelligenz wird ja von den Profilen sofort konterkariert.***
Das wird lustig nächstes Jahr beim Zehnjährigen. :D
[Denn soviel Masochismus muss sein. (c)]

Ich werd jetzt erstmal ausführlich baden.

 

*Ich versuche mich in Disziplin.

**”Iiäh! Wie grausam, aber ich kann auch nicht wegsehen!”

***Auf diesen Satz bin ich ein bisschen stolz. Auch wenn er verallgemeinernd und arrogant rüberkommt. (Wie der ganze Eintrag. Ich erflehe Ihre Verzeihung, werter Leser. Manchmal überkommt es mich leider.)

Rom

// Juni 21st, 2007 // 4 Comments » // Bewegte Bilder

Wo wir gerade beim wie das Torkeln eines trunkenen Alkoholikers anmutenden Entscheidungsprozess der RTL-Gruppe sind:

Da hat der amerikanische Bezahlsender HBO, der uns solche Juwele wie die Sopranos, Carnevale, das großartige Deadood und last fucking not least Six Feet under gebracht hat, mit Rome die teuerste Serie seit Senderbestehen gemacht -und das will was heißen bei HBO-. Eine 100 Millionen teure Sause, die es in sich hat. In England hat die BBC mit der Ausstrahlung der Serie für heutige Zeiten unfassbare 27% Marktanteil eingefahren.

Und was macht die RTL-Gruppe? Kauft die Free-TV-Rechte für Deutschland ein und wird diese Serie, die entgegen dem sonst damit auf deutschen Schirmen beworbenen Schund wirklich ein TV-Ereignis ist, auf ..hold it.. RTL II versenden.

RTL II.

Werden in der RTL-Zentrale die Entscheidungen eigentlich mit einer dieser Kugeln getroffen, die man schütteln muss um dann ein ‘Ja’, ‘Nein’ oder ‘Versuch es später nochmal’ zu erspähen? Oder hat man eine große Dartscheibe an der Wand an die man dann die Zettel mit den Alternativen pinnt und dann bedartet?

Ich meine, da kommt in den USA ein Feuerwerk der Kreativen zusammen, wie immer wenn HBO beweisen will, dass sie ‘not TV’ sind. Bekommt Freiheiten und ein Budget, das Filme neidisch werden lässt. Man verfilmt den Niedergang eines Imperiums, was man durchaus als aktuell relevant und interessant sehen könnte.

Serienjunkies:

James-Bond-Regisseur Michael Apted („Die Welt ist nicht genug“) musste mehr als 3000 Statisten in den Griff kriegen. Gedreht wurde in den berühmten Cinecittà-Studios bei Rom, für die Serie entstand der weltweit größte Set.

Historisch akurat soll die Serie sein, wie dereinst Deadwood (der Cocksuckergott hab es selig). Eine Serie mit einer fortlaufenden Geschichte also mal wieder, die weniger traditionell und mehr ein mehrstündiger, sehr langer Film ist, und zwar einer mit Anspruch.

Und wo wird das in Deutschland laufen? Irgendwo zwischen Frauentausch und Big Brother.

 

(Gesegnet sind die, die einen..)

Prison Break

// Juni 21st, 2007 // 4 Comments » // Bewegte Bilder

Heute abend 22:15 Uhr startet auf RTL mit Prison Break das Spannendste, was man dieses Jahr im deutschen TV sehen wird. Immer Donnerstags, immer mit einer Doppelfolge, immer zu einer Zeit, die grottige Quoten verspricht, immer mit der obligatorischen unterirdigen deutschen Übersetzung.

Ich kann trotzdem nur Jedem empfehlen, mal reinzuschauen. Allein die Pilotfolge ist sehr gut mit der Endszene.

Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass Prison Break von RTL spätestens in 5 Wochen, also halb durch die Staffel, die Serie absetzen wird bzw irgendwann auf nach Mitternacht verschieben wird. So wie man es im deutschen TV halt immer macht. Bei Prison Break ist das zwar besonders grausam, da quasi jede Folge mit einem unfassbaren Cliffhanger endet, aber sei’s drum, so ist es eben.

Wer glaubt, dass die Manager in der deutschen TV-Landschaft einen Furz auf ihre Zuschauer geben, der wäre ja nicht mehr ganz Knäcke im Gebäck.

(Gesegnet sind die, die einen Internetanschluss haben. Oder eine Video DVDthek in der Nähe. Oder so.)

Boston Legal

// Juni 20th, 2007 // No Comments » // Bewegte Bilder

Boston Legal ist so großartig.

NVIP

// Juni 20th, 2007 // No Comments » // Leben

Zum ersten Mal in meinem Leben ein Non-Disclosure Agreement unterschrieben. Fühle mich wichtig.

The Statler Brothers – Flowers On The Wall

// Juni 19th, 2007 // No Comments » // Musik, Baby!

hihi (das brauchte ich jetzt)

Sternstunden von Journalisten

// Juni 19th, 2007 // 2 Comments » // netznetz

Heute saß versehentlich Stephan Holthoff-Pförtner, ein Vertreter der „WAZ”-Gesellschafter, beim Kölner „Medienforum” auf der Bühne und sagte Sätze wie:

„Blogger verdienen nach meiner Ansicht nicht den Schutz des Artikel 5.”

Stefan Niggemeier (Hervorhebung von mir)

Artikel 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.[..]

Grundgesetz

Warum wird in Deutschland auf Menschen, die regelmäßig ins Internet schreiben aka bloggen, von Journalisten so eingedroschen wie in keinem anderen demokratischen Land?

Ist es Hass? Arroganz? Pure Existenzangst aufgrund des drohenden Verlusts der Deutungshoheit? (Helloho! You’ve already lost that.)

Hm?

In Frankreich und eigentlich jedem anderen westeuropäischen Land sieht das anders aus. Und in der englischsprachigen Welt ist die Medienwelt sowieso schon fast upsidedown.

Zugegeben, in anderen Ländern ist der Zustand der Onlinepublikationen (aka Blogs&co) ein besserer als hierzulande. In Frankreich bloggt jeder der etwas auf sich hält und zu sagen hat, von Professoren bis Intellektuellen. Das hebt das Niveau der stattfindenden Diskurse von ganz allein. In den USA sieht das nicht anders aus. Hier aber hält es sich auffällig in Grenzen. Vielleicht liegt das auch daran, weil jeder, der nicht weiß, was es mit Blogs auf sich hat, von deutschen Journalisten ausgemachten Stuss erzählt bekommt.

Man möchte sie alle nehmen und schütteln und sie zwingen jeden einzelnen Text von Jeff Jarvis hundertmal abzuschreiben. Mindestens.

“Wir haben keinen Anlass, am Wahrheitsgehalt dieses Berichts zu zweifeln.

// Juni 13th, 2007 // No Comments » // Politail

Wir können es nebenbei auch gar nicht mehr erwarten, nicht mehr ernstgenommen zu werden. Leser, besonders die, die auch noch nachfragen, sind ja auch irgendwie lästig.”

Vielleicht muss man den Versuch aufgeben, mitteleuropäische Zeitungen dazu zu bewegen, ihre Fehler zu korrigieren. Sie können es nicht. Sie wollen es nicht. Sie tun es nicht.

Stefan Niggemeier: Chronologie einer Falschmeldung IV

Schön auch dieser Kommentar zur Folge III der kleinen Chronologie:

[..]Auch hier riecht es mir nach Grundsätzlichkeit: Vielleicht hat der Webjournalismus durch seine Geschwindigkeit und die Vielzahl seiner sich mitunter widersprechenden Quellen konsequenter die Wahrscheinlichkeit verinnerlicht, dass jeder mal Fehler macht. Es gibt im Netz weniger Eitelkeit, wenn es darum geht, einen Patzer zuzugeben.

„Kleiner Irrtum”, nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter.

Es ist gerade die stoische Beharrung auf die Unantastbarkeit des einmal Gedruckten, die aus Fehlern Desinformation macht.[..]

in eigener Sache: Kommentare in älteren Beiträgen

// Juni 8th, 2007 // No Comments » // In eigener Sache

In älteren Beiträgen werden die Kommentare nicht angezeigt. Das liegt daran, dass ich ein Plugin einsetze, das die Kommentare in Beiträgen älter als 6 Monate automatisch schließt. Nun mag das die comments.php des neuen Themes scheinbar nicht sonderlich, die daraufhin abgegebene Kommentare in diesen Beiträgen nicht mehr anzeigt.

Das ist bedauerlich. Aber ich habe gerade weder Lust noch Zeit mich durch die comments.php zu wühlen. Das wird gefixt, weiß aber noch nicht wann.

noch ein paar G8-Links

// Juni 8th, 2007 // No Comments » // Politail

Ich war in der Schule richtig schlecht in Mathe und die Zahlen machten mir Angst, aber ich musste ja so schnell wie möglich eine Meldung absetzen. Keiner der Kollegen von Zeitung und Rundfunk wollte sich mit mir gemeinsam die Zahlen ansehen und durchrechnen. “Ich warte auf die Agentur,” bekam ich zu hören. Und: “Das rechnet dpa für uns.” dpa war in dem Fall aber ich.

Ein ehemaliger dpa-Mitarbeiter über die dpa und die Agenturabhängigkeit der Journalisten. Bezogen auf den jüngsten dpa-Fehler besonders interessant. (via wirres, den, ja, ich seit geraumer Zeit wieder lese)

Interessant in dem Zusammenhang auch netzpolitik.org – Heiligendamm: Champagner und dpa für die Journalisten:

Das 10-köpfige Fernsehteam des NDR, das eigens aus Hamburg angereist war, stand jedoch samt Übertragungswagen beinahe 2 km von dem Geschehen entfernt und traute sich nicht weiter vor. Wie sie sagten “aus Sorge”, dass die Polizei sie nicht weiter durchlassen würde. Da sie aus dem Team niemanden entbehren konnten, der vorne am Beginn der Demonstration mal genauer nachsieht, mussten sie also notgedrungen auf Informationen des dpa zurückgreifen, wie mir die Redakteurin auf Nachfrage berichtete. Da auch die dpa nicht vor Ort gesehen worden war, im Gegensatz zu Reuters, muss man annehmen, dass die Informationen direkt aus den Presseinformationen der Polizei weitergeleitet wurden…

Telepolis hat sich gestern mit dem Versammlungsverbot auseinandergesetzt:

Verfassungsrechtlerin Prof. Rosemarie Will von der Humboldt-Universität zu Berlin, ehemals selbst Mitarbeiterin am BVerfG und Vorsitzende der Humanistischen Union, hält die Entscheidung, wie sie Telepolis gegenüber begründete, dennoch für rechtspolitisch bedenklich:

“[..] Es ist letztlich die Frage, ob der Rechtsstaat in Gefahrensituationen hinter dem Maßnahmestaat zurücktreten muss.”

Der Spiegelfechter hatte hier die fehlerhafte Berichterstattung in den Massenmedien zusammengefasst. Gruselig.

Hier findet man noch eine Menge Links zur Onlineberichterstattung. Empfehlung, die ich schon vorgestern bringen wollte aber irgendwie vergessen habe. Links zu Texten, Videos und Filmen von Journalisten, Bloggern und anderen Netizens findet man dort. An den meisten Stellen werden sicherlich auch noch Zusammenfassungen nach dem Gipfel folgen.

 

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G8 – kontraproduktive Konzerte

// Juni 7th, 2007 // 3 Comments » // Politail

Demonstrationen mit auftretenden Bands zu pseudopolitischen Festivals umzufunktionieren, halte ich übrigens für ziemlich kontraproduktiv.

Neben Steinen in der Luft, Booten im Wasser, die von anderen Booten überfahren werden und Musik (und in G8-Popos reinkriechenden U2-Bandmitgliedern), werden kaum konkrete Inhalte der Protestler transportiert. Außer einem äußerst diffusen ‘Dagegen!’. Zugegeben, da sind ‘die Medien’ sicher nicht ganz unschuldig, aber trotzdem:

Weniger Happening und mehr Diskurs wäre schon nicht schlecht.

Naja, die sich selbst romantisierende Linke mal wieder. Erinnert mich an eine großartige Southpark-Episode, in der Hippies ein Konzert nach dem anderen anhören und das bereits für politisch aktiv sein ansahen.

STAN: Uh, excuse me. Excuse me, can I have your attention please? What are we doing? It’s been nine days! Doesn’t it seem like we should accomplish something?

A HIPPIE: We’re using the power of rock and roll to change the world! Woo!

STAN: Maybe instead of complaining about corporations being selfish, we should lookt at ourselves. I mean, is there anything more selfish than doing nothing but getting high and listening to music all day long?

(Transkript von hier)

Ich weiß nicht, was man machen kann um etwas zu verändern, oder wenigstens gehört zu werden. Ich weiß aber, was nicht funktioniert: Konzerte geben und besuchen.

 

 

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