Archive for Februar, 2007

du meine Güte

// Februar 28th, 2007 // No Comments » // netznetz

studivz mal wieder:

Zuerst mal das Wichtigste für alle StudiVZ-Benutzer, gern auch an die StudiVZ-nahen Spammer hier auf der Blogbar: Falls Ihr Eure alten Passwörter bei StudiVZ auch für andere Dienste (Email, Ebay, Amazon, etc.) verwendet habt, ändert sie so schnell wie möglich. Mir liegt hier von zwei unabhängigen internen Quellen die Information aus dem Hauptquartier vor, dass Projektbeteiligte aufgefordert wurden, das ebenfalls zu tun. Der Grund: Die gestrigen Angreifer haben nicht nur auf einen erheblichen Teil der Daten von StudiVZ zugreifen können, es ist damit nach Stand von heute Mittag auch wahrscheinlich möglich,

mit den Daten und Einsatz hoher Rechenleistung die Passwörter zu entschlüsseln.

So zumindest sinngemäss ranghohe Projektmitarbeiter in Wort und Schrift

[..]

Und ich wüsste jetzt nur zu gerne, warum man bei StudiVZ zwar die eigenen Mitarbeiter noch am heutigen Vormittag vor den möglicherweise gravierenden Folgen des Einbruchs für ihren Datenschutz gewarnt hat, aber die Mitglieder von StudiVZ im Unklaren gelassen werden.

an der blogbar (Hervorhebung von mir)

und auch in der ftd

Ist das nicht langsam grob fahrlässig was dort abläuft?

Ich meine, Jesus christ on bike, was muss denn dort noch alles passieren bis das System dicht gemacht wird (in welcher Hinsicht auch immer)?!

Übrigens

// Februar 25th, 2007 // 2 Comments » // In eigener Sache, Leben

1 Jahr musiqua.de (zumindest das Blog hier, die Seite existiert schon länger). Sachen gibt’s. Denn auch wenn der erste Eintrag erst am 26.2.2006 kam, aufgesetzt hab ich das Blog hier am 25.6.2006. Tjaja. So war das, damals.

Zahlen, Herr Ober!

Meine Leser interessieren sich übrigens hierfür:

und

(Zumindest die, die von Google rübergeschwappt kommen)
Und übrigens, meine Sommerpause letztes Jahr hat mich ca. 2/3 meiner Leser gekostet. Pussies.

Ursprünglich war nun hier eine mittelgroße Überraschung geplant, aber aus technischen, persönlichen und zeitlichen, ach sagen wir einfach aus kosmischen Gründen wurde das leider nich-t-ts, kommt später dann. und so.

I’ve still got plenty in the pipeline, so, stay tuned ya.

 

..
Tho’ much is taken, much abides; and tho’
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are,–
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Ulysses

 

 

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zwar nüsse

// Februar 19th, 2007 // No Comments » // Leben, netznetz

“Alle werfen trashige Bonbons, nur die Waldorfschüler,

Love isn’t something you feel

// Februar 17th, 2007 // 1 Comment » // Denken


(Foto by KoenigNazgul)

 

“Love isn’t something you feel, it’s something you do. And if the person you’re with doesn’t want it, you know, do yourself a favor and save it for someone who does.” -sfu

 

 

:)

Chemnitz in Böhmen

// Februar 16th, 2007 // No Comments » // It's Chemitz, innit

“Oder wenn es ein klarer schöner Frosttag war, machte ich mit meinem aus Chemnitz in Böhmen stammenden Presto-Fahrrad eine Runde im Velodrom.”
-Henry Miller, Wendekreis des Krebses Steinbocks

Air – All I Need

// Februar 14th, 2007 // 2 Comments » // Musik, Baby!

 

Weil heute Valentinstag ist.

Und nein, ich habe nicht gerade sonderlich viel mit diesem Tag am Hut, man kann ihn aber trotzdem mal erwähnen.

Und nein, das macht mich nicht zu einem Teil des militärisch-industriellen Pralinenkomplexes.

Roxy Music – In Every Dream Home A Heartache

// Februar 13th, 2007 // 3 Comments » // Musik, Baby!

Die legendären Roxy Music mit ihrem, in meinen Augen, besten Song. Bryan Ferry groß und stylisch wie immer. Man achte auf Brian Eno, wie er am Synthesizer festgeht. Göttlich.

Vor Jahren hab ich mir von der ‘Back to mine’-Vinylserie die New-Order-Ausgabe gekauft. Da war unter anderem auch dieses Stück drauf (auf der selben Seite waren Cpt. Beefhearts “Big Eyed Beans from Venus’ und Cans ‘Mushroom’. Wie groß ist bitteschön das denn? Und auf der anderen Seite derselben Platte waren Velvet Undergrounds ‘Venus in Furs’ und Joey Beltrams ‘Flash’(!!!!111elf).).
Ich habe damals in der WG das Lied oft rauf und runter gespielt. Bis dann irgendwann einer meiner Mitbewohner, der eher dem Elektronischen zugewandt war, in mein Zimmer kam und fragte, was für ein fantastischer Song denn das wäre, denn ich ständig anhöre.

Unbedingt laut hören!

Freiheit

// Februar 13th, 2007 // 6 Comments » // Leben

Wenn man E-mails nicht mehr dreimal liest und nicht mehr an jeder zweiten Formulierung rumdoktert.

Fremdbild my ass.

Mitte und Lobo

// Februar 11th, 2007 // No Comments » // Politail

Sascha Lobo war die Woche in der Polit-Talkshow ‘Berlin Mitte’ zu sehen.

Es war die erste Polit-Talkrunde, die ich seit langem gesehen habe. Und sie hat mir auf Anhieb gezeigt, warum im vorhergehenden Satz ’seit langem’ steht. Theatralisches Politwrestling.

Das ganze Trauerspiel wurde auf Spreeblick zusammengefasst. Herr Lobo hat das dort übrigens auch kommentiert, mit interessanten Hintergrunddetails:

[..]In der Talkshow war ich als bunter Fleck eingeladen, drei, vier Äusserungen von mir hat man herausgeschnitten, zum Beispiel, als ich sagte, dass die Erbschaftssteuer massiv angehoben werden sollte, die ist in Deutschland nämlich im internationalen Vergleich extrem niedrig. Man bräuchte also eine Art Erneuerung des Generationenvertrages, der das riesige, riesige, riesenriesige Erbe auf mehr Köpfe verteilt als nur auf die verwandten. Rausgeschnitten wurden übrigens auch Norbert Blüms mehrfache Tiraden und Aufrufe über die Bildzeitung. Warum auch immer.[..]

Wenn man wilde Gesten macht und sich hin- und herbewegt, richten sich die Kameras auf einen, die Bildregie findet das super und die Tontechniker richten sich danach. Man kann also ruhig Quatsch erzählen, wenn man das laut macht und mit den Armen wedelt.

Als ich Backstage Metzger weiterbeleidigen wollte, konnte er es nicht einordnenfand er das sogar noch lustig; kurz, die einzige echte Emotion in der Runde war die Angst von Frau Illner, zu lange zu überziehen.[..]

Sascha Lobos Kommentar kann man auch auf seinem Kommentarlog kommentieren. Willkommen im Kommentarversum. :)

hschab

// Februar 11th, 2007 // 4 Comments » // It's Chemitz, innit, Leben

Neulich an den Pissoirs eines lokalen Clubs

“Dich kenn ich doch, dich kenn ich doch! ..
Hschab mir grad auf meinen Schuh gepinkelt.”

Jetzt versucht er, meinen Penis zu sehen.

“Die Klos hier haben Rechtsdrall!”

arghs

Was für ein Typ. Ich mag ja nicht gerade am Pissoir von Leuten angelabert werden, aber wenn dass dann auch noch ein lokaler DJ ist der nebenbei mein persönlicher Newman ist, dann.. ist.. das.. einfach zu viel.

all of a sudden

// Februar 11th, 2007 // No Comments » // Leben

And then all of a sudden kommt dieser eine Gedanke, und er hat nichts mit der Situation zu tun, denke ich, und dann vielleicht doch ein wenig, aber das spielt keine Rolle, bilde ich mir ein.

Ich werde mich nicht mehr einfach so verlieben.

Die Zeit des unschuldigen, naiven Begegnens ist vorbei, denke ich. Und für einen kurzen Moment irre ich darin, das das vielleicht gut sei, verwerfe das aber schnell wieder. Dann macht sich in mir ein Gefühl von Verlust breit. Und letztlich der tröstliche Gedanke, dass ich mich vielleicht irre.
Vielleicht.

1% für Euphorie

// Februar 6th, 2007 // No Comments » // Denken, Der Buchstaben viele, Leben

Man könnte die letzten Tage hier einen falschen Eindruck bekommen haben. Den Eindruck, ich wäre leicht zu begeistern, als wäre ich auf Extasy hängengeblieben (hätte ich es je genommen) und hätte ich mir in einem Anfall von Liebe für die ganze Welt den Spruch ‘euphorisch by default’ auf die Stirn tätowieren lassen. Und wäre anschließend für den Rest meines Lebens wie ein kleines Mädchen im Garten umhergehüpft, dass gerade erfahren hat, dass es in Zukunft auf einem Ponyhof aufwächst. Und da nie ausmisten muss. Nur Ponys reiten, und vielleicht mal bürsten. Und Jon Bon Jovi ist der persönliche Reitlehrer.
Wo war ich? Ach ja, euphorisch. Das bin ich eher selten. Ich würde sogar so weit gehen, dass es wesentlich seltener ist als bei den meisten Leuten. Ich ziehe mein Grenze früher, bin schneller angewidert und finde schneller Dinge Scheiße. Ich habe, zumindest kommt es mir oft so vor, höhere Ansprüche an das, was mir im Leben etwas bedeutet als ich es oft bei Anderen sehe. Gehe es dabei um Frauen (“Du musst Deine Erwartungen runterschrauben!” yeah, my ass), Musik (“Es muss krachen!” Nee, man muss fühlen) oder was auch immer.

Sturgeons Gesetz lautet: “Ninety percent of everything is crud” (“Neunzig Prozent von allem ist Mist.”).

Ob es stimmt, sei dahingestellt. Das ist sowieso betrachterabhängig, geschmacksunneutral und blah. Aber ich persönlich finde, dass es dem, was ich beobachte recht nah kommt. Und ich habe den Eindruck, dass von den übrigen wirklich guten zehn Prozent wieder nur zehn Prozent, well, phänomenal sind. Das bedeutet dann vom Ganzen sind das genau ein Prozent. 1%. (I think he makes those numbers up as he goes along.)

Ich könnte hier über Dinge schreiben, die mich unsagbar aufregen, manchmal mach ich das. Oft aber einfach nicht. Weil es nichts bringt. Weil, um mal keine Floskel auszulassen, das Leben zu kurz ist um sich über dies und jenes aufzuregen und es am Ende hier noch niederzuschreiben. Und dann vielleicht noch Andere mit seinem Hass oder wenigstens seiner Verachtung gegenüber dem Schund, der uns allen täglich entgegenschwappt, zu belästigen. Nein, Sir, that ain’t my way.

Ich mag lieber die Energie, die mir zur Verfügung steht, für etwas aufwenden, von dem ich finde, dass es das wert ist, als gegen etwas, von dem ich finde, dass es verschwinden sollte. Ich meine damit natürlich nicht maulkorbartiges Grinsen, Abnicken und Wegschauen. Ich meine Prioritäten.

Yeah, ein Prozent Phänomenales, Unerreichtes, Grandioses (Bitte mit eigenem Thesaurus fortführen).
Das ist nicht viel. Deshalb springe ich vor Freude im Dreieck, wenn ich ein Buch lese wie “Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins”, einen Film sehe wie “Der schmale Grat”, oder eine Serie schaue wie “Six Feet Under” .

Deshalb suche ich und versage manchmal und bin begeistert manchmal und ab und zu dann packt es mich. Und wenn es mich packt dann richtig. Es sind diese Momente, die so groß sind, dass sie nur von einer Sache überflügelt werden können: Liebe. And all together it’s called life.

Man hat mir früher nicht selten nachgesagt, ich sei ein Misanthrop und Miesepeter, oft meinte man vielleicht eher Nihilist. Und dann wieder, je nach meiner eigenen Laune, war ich der Klassenclown. Whoops, mit jedem der Extreme kann ich auch heute noch etwas anfangen. Aber ich lehne mich mehr dem Positiven entgegen, und versuche wenn schon, dann eher zu verachten denn zu hassen. Und in der Zwischenzeit versuche ich hier, etwas von den ein Prozent und oft von den ganzen zehn Prozent zu teilen, zu verbreiten. Weil ich es will.

Und deshalb möchte ich jetzt abschließend, obwohl ich das hier und jetzt gar nicht vorhatte, hier Jedem radicalfashion und ihr Debütalbum auf Hefty ans Herz legen. Gestern entdeckt und für großartig befunden. (Auf der Heftyseite kann man den wunderschönen Song Shousetsu anhören (fängt automatisch an zu spielen als erster Song im Player)).

 

mar’lets all try watching a sunset once in a while’cel

 

fade to white

You can’t take a picture of this. It’s already gone.

// Februar 2nd, 2007 // 1 Comment » // Bewegte Bilder, Denken, Leben

Kein anderes Kunstwerk hat mich so ergriffen wie das Ende von Six Feet Under. Ich meine, mir kamen nicht nur die Tränen. Ich habe richtig geweint, geschluchzt. Die kompletten letzten 8 Minuten. Und selbst wenn ich es gewollt hätte, hätte ich es nicht mehr zurückhalten können. Ich glaube nicht, dass das noch zu toppen ist, zumindest ist es nur schwer vorstellbar. Die letzte Staffel ging im Ganzen auch so schon mehr an die Substanz als die vorhergehenden. Und bei einer Serie wie Six Feet Under will das was heißen. Jetzt, nachdem ich Six Feet Under komplett gesehen habe, kann ich nur Jedem wärmstens empfehlen diese Serie komplett anzuschauen, wenn man es noch nicht getan hat. Es ist nichts weniger als das Beste, was das TV je hervorgebracht hat.
In der Masse (Bei mir über Jahre) hinterlässt es tatsächlich etwas, wie ich es von anderen Kunstwerken in dieser Intensität nicht kenne, ähnlich wie es ein Kommentator auf imdb (weiter unten) formuliert.

Völlig unnütz für den Leser, besonders für Leute die Six Feet Under nicht gesehen haben, folgen jetzt ein paar Zitate, die ich im Internet gefunden habe. Ich halte das jetzt einfach nur für mich fest. Man kann ja wegklicken. (spoilerfrei)

I’m awestruck. Breathless. Unbelieveing. The conclusion of the whole nine yards of this masterpiece of a series just leaves you sitting there, looking around you, having absolutely no clue what to do, how to go on with your life. You want to grab hold of one of your loved ones, squeeze them hard against you, never wanting to let go. Or you just walk around aimlessly in your garden, trying to get order among the maelstrom of thoughts swirling around in your head. Or you just sit in silence, having the feeling that your guts are trying to digest something as indigestible as an obsidian stone. And then, when you think that it’s over, you just realize that it stays with you, for days and days, the movie having created a new and permanent pocket of emotions in your brain, hitting you again and again at the least expected moments.

(..)

Never have I been so deeply moved, engrossed, and affected by a piece of entertainment. Sure, I have fallen in love with and touched by a book, a movie, a TV show, or a song before, but not like this.

(..)

The song and these final images are branded vivid in my mind now. Can’t shake them. And for four days I’ve been thinking about what I saw and heard, reflecting on my own life and losses. (..)
The final episode of Six Feet Under was the most powerful show I’ve ever seen and experienced.

(..)

As silly as it may seems, I’m a different man now. Not after that last episode, neither after watching the whole show. But having that state of mind stuck in your brain for years make you see things differently. Really.

Kommentare auf imdb zur letzten Folge (auf der Seite stehen auch Spoiler, also Vorsicht)

 

Die “Buddenbrooks” sind 650 eng bedruckte Seiten lang, und die Fernsehserie “Six Feet Under” (mit aller Vorsicht: in manchem so etwas wie die “Buddenbrooks” unserer Zeit) umfasst nun fünf Staffeln zu je zwölf Folgen; die fünfte ist gerade auf Vox angelaufen.

Wie so viele der so kunstvollen, neuen amerikanischen Serienproduktionen (“Sopranos”, “Deadwood” u. a.) hat sie das Serienformat längst gesprengt.(..)

“Ich wollte das Drama und die Schönheit der Tatsache erforschen, dass wir alle sterblich sind”, so beschreibt Alan Ball, der Erfinder der Serie, im Bonusmaterial zur DVD-Box der fünften Staffel seine Grundidee. Ein hochgestochener Satz. Doch erfasst er tatsächlich etwas von dem untergründigen Ernst, den die Serie stets hatte.(..)

Es ist spannend und aufregend, den einzelnen Figuren von “Six Feet Under” zuzuschauen, wie sie sich am Familienthema abarbeiten. Alan Ball gelingt es zu zeigen, dass es um richtige Probleme geht, nicht nur um Diskursphänomene. Und er zeigt es an glaubwürdigen Figuren und ohne Angst vor komplexen Gefühlslagen.

taz

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Good bye, Six Feet Under. And thanks for the fish. And the ride. The joy, the sadness. The thoughts and the emotions.

The insight.

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A life so beautiful.

six feet under

// Februar 1st, 2007 // No Comments » // Bewegte Bilder, Leben

eben habe ich die letzte staffel von six feet under zu ende angeschaut.

ich kann mich nicht erinnern, nein, ich kann. mir sind schon das eine oder andere mal tränen gekommen bei einem film oder einer serie, aber nicht ansatzweise habe ich jemals sowas erlebt.

es war..mir fallen einfach keine worte dafür ein.. ergreifend. mir will nichts adäquates einfallen.

ich hatte schon an einigen stellen vorher gelesen, dass es ein perfektes ende für die serie sei. aber, wow.

ein großartiges ende der besten serie aller zeiten. so groß.

totally breathtaking.