Archive for November, 2006

Theaterstücke, vielleicht schreib ich Theaterstücke

// November 29th, 2006 // 9 Comments » // Der Buchstaben viele, It's Chemitz, innit, Leben

Nach dem Web2.0pimpen eines Freundes und ner Runde Bier in der Kneipe nebenan, auf dem nächtlichen Heimweg per Bus. Folgende Szene trug sich zu:

Von der Eigenart der Aussprache Anderer wenn man angesprochen wird oder DER BUS DER HÖLLE*

Alle Figuren frei erfunden und schlecht charakterisiert.

Chemnitz, Zentralhaltestelle
Möchtegernintellektueller (im Folgenden: Ich) am zeitunglesen, Busfahrer
Auftritt Mann mit Sonnenbankflavour (im Folgenden: Er)

Er (zum Busfahrer) :”Eyhe, fährsu hier zum Gugguggsnest, chmein am Stadtbad hier?”
Busfahrer:”Ja. Wollen Sie mit fahren?”
Er:”Ja klah.”
Anmerkung: Das sich am örtlichen Stadtbad befindende Kuckucksnest ist eine lokale Diskothek, die lange vor deren Aufkommen scheinbar direkt für das Prekariat konzipiert und unterhalten wurde. Chemnitz war schon immer auf seine eigene Art und Weise seiner Zeit voraus. (P.S.: Es scheint eine Kette zu sein)
Er zahlt. Geht dann an Ich vorbei. Kommt zurück und setzt sich, den Gang dazwischen, neben Ich. Er schaut Ich an.
Ich, Zeitung lesend : “Kuckucksnest, da kannste doch laufen.”
Anmerkung: Das, in Fachkreisen sogenannte, K-Nest befindet sich ca. einen Kilometer entfernt.
Er:”Nee. Fahr isch doch. Un?
Schwaschneuinung?”
Ich:”Was?”
Er:”Schtwaschneusinzung?”
Ich, erste Schweißperlen auf der Stirn :”Sorry, was?”
Ich versucht die aufkommende Panik zu verbergen. Diese Panik gründet sich in der allgemein anerkannten Erkenntnis, dass in solch einer Situation ein weiteres Nichtverstehen der Frage unmittelbar zur eigenen Auslöschung durch den Fragenden führen wird.
Er:”"Schtet! wasch! neus! in! tzung?!”
Ich, feststellend, dass Er schielt, sich selbst fragend ob das vom Alkohol kommt : “Ouh, ach so. Ach, naja weißte, naja. Geht so, nix Besonderes halt.
Ouh, ist denn jetzt im Kuckucksnest noch was los?”
Er:”Ey, Beam für 2€, Mann”
Ich, Erinnerungen an ein früheres Leben hochkommend :”Ah, ja, das ist ein toller Preis. Günstig!”
Auftritt Fahrgast mit Hut.
H
ut, zu Er:”Hey!”
Er , zu Hut:”Hey!”
Hut, zu Er :”Na, die Alte hat Dich aber ganz schön auflaufen lassen..”
Er:”Ach..”, holt sein Handy raus und schaut drauf “die hat ja gar keine Nummer, eh.”
Er, weiter zu Hut:”Weißu? So wie die gelaufen ist, wollte die mal richtig gefickt werden, jawolll!”
Hut lacht; Ich versucht sein Amusement zu verbergen, das Vorhaben fällt irgendwie erschreckend schwer, erneute Schweißperlen, fragt sich, was auf einmal am Schielen so komisch ist, Angst vor Ansteckung von diversen Charakterzügen
Auftritt unbeteiligte, deprimierte Mittvierzigerin. Mitvi setzt sich in erste Reihe, direkt neben Busfahrer.
Er, schreit Richtung Mitvi:”Un? Bisse glücklich, he?”
Mitvi dreht sich um und macht dann das was man eben macht, sie ignoriert.

Busfahrer fährt los.
Ich muss lachen verkneifen, was ihm schwerer und schwerer fällt.
Er, ruft mehrere Male ohne äußeren Anlaß: “Schwill hier noch Party machn!”

Am Stadtbad. Er steigt aus.

3 Haltestellen später steigt auch Ich aus.
Abgang Rest.
-

Ich weiß, an dem Ende muss ich noch arbeiten.

 

*Jaha! nur so erwecke ich doch Ihre Aufmerksamkeit! Kenn doch meine Pappenheimer.

 

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Internasium

// November 27th, 2006 // No Comments » // In eigener Sache

gestern kam das Gespräch irgendwie darauf, wieviele Einträge es hier gibt. Eben mal nachgeschaut:

“Derzeit sind 252 Beiträge und 314 Kommentare auf 15 Kategorien verteilt.”

Weiterhin:
275 Tage online
0,92 Beiträge pro Tag
1,15 Kommentare pro Tag
60 Kommentierer

 

Prost!

Der Studentennetzwerksupergau

// November 25th, 2006 // 4 Comments » // Leben, netznetz

Vor einigen Wochen habe ich für ein lokales Studentenmagazin (Campus:C, ein Ableger des Chemnitzer 371-Stadtmagazins) einen Artikel über Studentennetzwerke im Internet geschrieben. Für diesen Artikel interviewte ich Stellvertreter von StudiVZ, Unister und Studylounge, den aktuell größten Studentennetzwerkseiten in Deutschland. Was nur wenige Wochen später in der deutschen Blogwelt (dabei besonders von Don Alphonso an der Blogbar) an die Öffentlichkeit getragen werden sollte, änderte meinen Blickwinkel auf zumindest eine der genannten Seiten drastisch. Sicherlich hätte ich das eine oder andere durch gründlichere Recherche auch selbst in Erfahrung bringen können. Ich frage mich aber auch seit einiger Zeit, wie ich das in ein kleines, kostenfreies Magazin mit begrenztem Platz hätte einbauen können, sollen, müssen. Kurz nach Veröffentlichung des Artikels ist ein Großteil dessen obsolet geworden. Das wurmt. Wie hätte ich wohl das Interview zumindest mit Studivz geführt, würde ich es heute führen? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall anders. ‘Investigativer’, wenn man so will.

Etwas ist aber doch zumindest für mich dabei herausgekommen: Folgende interessante Tatsache aus meinen Interviews sollte man bei der folgenden Lektüre im Hinterkopf behalten. Als letzte Frage, fragte ich alle drei, ob man nicht, um Fakeaccounts vorzubeugen, das Anmelden nur mit Emailadressen von Universitäten zulassen sollte. Fakeaccounts, und besonders Accounts von Nichtstudenten, würden so zumindest erheblich erschwert. Von allen Drei bekam ich die Antwort, dass, sinngemäß, die Community das schon lösen werde, da müsse man nicht zusätzliche Hürden einbauen. Ganz so einfach sind die Beweggründe natürlich nicht. In den USA ist die Einschränkung auf email-Adressen von Universitäten (wie es Facebook für seine College- und Uni-Netzwerke macht) administrativ einfach zu bewerkstelligen, da alle Bildungseinrichtungen in den USA ihre Internetseiten unter der TLD .edu haben. In Deutschland müsste man für jede Universität die ihr eigene Adressstruktur ermitteln und implementieren. Das ist aufwendig. Hinzu kommt, dass viele Studenten bereits eine Email-Adresse an anderer Stelle haben, ihre Uni-email-Adresse deswegen nicht oder selten nutzen und die Meisten wohl gar nicht auf Anhieb wüssten wo man die jetzt findet. Eine recht hohe Hürde zur Anmeldung und damit Teilnahme an einem Produkt in einem Wirtschaftszweig, in dem Erfolg wie bei keinem anderen von schnellem Wachstum abhängt. Wir halten fest: Aufwand und eventuelles Wachstumshemmnis sind höchstwahrscheinlich die Gründe, die die deutschen Studentennetzwerkseiten von dieser effektiven Präventivmassnahme gegenüber Missbrauch abhalten. Behalten wir das bitte im Hinterkopf, wenn wir in den nächsten Minuten aus dem Kopfschütteln nicht mehr herauskommen.

Ich werde im Folgenden versuchen, nachzuzeichnen, was in den letzten Wochen in der deutschen Blogwelt an Informationen über StudiVZ ans Tageslicht gebracht wurde. Wer davon bis jetzt nichts mitbekommen hat, bitte hinsetzen und festhalten. Anbei folgt der längste und bis dato aufwendigste musiqua.de-Eintrag.

 

Zunächst fing es damit an, dass das von StudiVZ praktizierte Domaingrabbing bekannt wurde. Einfach einmal die Namen der Mitbewerber mit den geläufigsten TLDs, auch mit leichten Tippfehlern, abklappern, falls frei, registrieren, dann auf eigene Seite umleiten und dem Mitbewerber das Abkaufen der Domains zu horrenden Preisen anbieten, ist gelinde gesagt nicht die feine englische Art.

Dass Mitgründer und Geschäftsführer von StudiVZ Ehssan Dariani in der Bahn wahrscheinlich leicht angetrunkene Frauen gegen deren Willen filmt und das Ganze dann auch noch online stellt (beziehungsweise von einem Freund online stellen lässt), beweist nebenei noch, dass man vom Recht am eigenen Bild hier wohl noch nichts gehört hat oder es Einen nicht kümmert. Mal ganz abgesehen davon, wie unfassbar daneben das Ganze sowieso ist. (genauso wie die anderen filmischen Ergüsse, wie zum Beispiel “chick auf mitte party //WC” -Jesus..)

Nebenbei: StudiVZ hat offenkundig von Facebook, dem US-Vorbild, großzügig abgeschaut. Gelinde ausgedrückt.

Das Fälschen des Wikipedia-Eintrags über StudiVZ ist noch verhältnismäßig harmlos gegen das, was noch aufgedeckt werden sollte. Erwähnenswert ist es aber allemal (zumal es nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern, die dort eben erst eröffneten Dependanzen betreffend, geschah). Passt es doch gut in das Muster, das sich für dieses Unternehmen beginnt, abzuzeichnen.

Wie wäre es nun als nächsten Gang mit einer geschmacklosen Geburtstagseinladung? Bitteschön: Herr Dariani lädt zu seinem 26. Geburtstag. Und zwar mit einer ‘Variante’ des Nazi-Blattes ‘Völkischer Beobachter’. Diese Aktion wird zwar von Dariani als Satire bezeichnet. Aber einen Witz oder eine Verunglimpfung kann zumindest ich nicht darin erkennen. Der StudiVZ-Geschäftsführer, der (ebenda) auch behauptet, mit der Registrierung der Domains voelkischerbeobachter.de und voelkischer-beobachter.de sicherstellen gewollt zu haben, dass diese nicht “von Faschos reserviert werden”, bot diese Domains übrigens vor kurzem noch zum Verkauf an. So weit zum Thema Ehrlichkeit. Dariani ist nun sicherlich kein Nazi. Aber dafür etwas Anderes. Das werde ich jetzt hier aber nicht niederschreiben.

Kurz durchatmen.
Es wird noch besser schlechter:

Neben einem massenhaften Aufkommen von Fakeaccounts, mit denen auf StudiVZ für das horizontale Gewerbe geworben wird, mitsamt dazu passenden Gruppen, gegen das vorzugehen, StudiVZ anscheinend zu sehr überfordert ist, gesellen sich noch weitere Dinge, die man bei StudiVZ anscheinend nicht ganz im Griff zu haben scheint: Das Löschen von Dingen, wie Nachrichten auf den Pinwänden der Mitglieder, löscht nicht wirklich und diese bleiben weiterhin in der Datenbank und einsehbar. Jetzt mal kurz darüber nachdenken. Wie sicher sind die eigenen Daten, wenn das Löschen anderer (Profil-)Daten genauso gehandhabt wird? Aber vielleicht war das nur ein Ausrutscher? Da wurde nur an dieser einen Stelle ein wenig geschlampt?

Nun, auch als privat gekennzeichnete Bilder sind auf StudiVZ unter gewissen Umständen einsehbar. Man muss lediglich die URL der Bilder ermitteln. StudiVZ behauptet zwar, durch die schwer zu ermittelnde URL der Bilder seien diese sicher. Da die tatsächlich in Betracht kommenden Zeichen pro Bild aber wesentlich geringer als behauptet sind, stimmt das nicht ganz. Fazit: Wenn man auf Nummer Sicher gehen will, sollte man keine Bilder auf StudiVZ hochladen. Auch nicht in ‘private Alben’. In fact: Ich würde StudiVZ nie -niemalsnie- sensible Daten jeglicher Art anvertrauen.

Das war aber noch nicht alles an der Privacyfront von StudiVZ: Mit einem Trick konnte man sich Dinge, wie Freundeskreis und Pinwand, welche nur der User nur für seine Freunde freigegeben hatte, anzeigen lassen. Man konnte auf die Pinwände, die eigentlich gar nicht einsehbar sein sollten, sogar schreiben. Nachdem diese Nachricht auch auf Heise erschien, hat man bei StudiVZ klammheimlich Abhilfe geschaffen. Bei geschlossenen Profilen wurde die Freundesliste einfach zu den öffentlichen Links hinzugefügt, die vorher noch als privat von StudiVZ bezeichnet wurde. Der Zugriff auf die Pinwände geschlossener Profile wurde entsprechend den Einstellungen angepasst.
So weit ich weiß, wurden die letztgenannten Dinge von StudiVZ gegenüber den Usern nicht kommuniziert.

Robert schreibt auf Basic Thinking zu recht:

Nach wie vor gilt für mich: Ich habe kein Problem mit Social Networks, sie bieten den Nutzern oW einen Nutzen und nicht umsonst sprießen weltweit immer mehr SNs aus dem Boden.[..]
Ich habe den Eindruck, dass nicht alle Social Network-Betreiber ein Verantwortungsgefühl für das entwickeln, was ihnen anvertraut wird. Mag eventuell auch nicht verwundern, vor lauter Glanz, Gloria, Hype und wachsenden Unsummen an Finanzmitteln, die momentan verstärkt im Web fröhlich verteilt werden, insbesondere an Social Networks.[..]
Niemand kann ein System 100% abschotten, aber die Hürden müssen definitiv so hoch sein, so dass Hacker aus der zweiten Reihe keine Chance haben. Das heißt aber auch im Umkehrschluß, dass man gute Systemarchitekten wie auch Developer benötigt, die ihr Handwerk verstehen. Wer jedoch durchschnittlich begabte und bezahlte Spezialisten einstellt, um zu sparen, kann nicht erwarten, dass er ein gutes System produziert.

(Hervorhebung von mir)
Das Verantwortungsgefühl bei StudiVZ scheint leider nicht sonderlich ausgeprägt zu sein. Zumindest wird einem das hier angesichts der Vorkommnisse vermittelt.

Wir sind aber noch nicht fertig. Es geht noch weiter:

Eine Gruppe von Stalkern auf StudiVZ (wem der Text vom Don zu lang ist: Kurzform auf arno-klein.de), die von dem bekannten Privatsphärenleck bei den Bildern seit Längerem regen Gebrauch machen und auserwählte Studentinnen solange mittels gleichzeitigem ‘Gruscheln’ u.ä. stalken bis diese offensichtlich entnervt ihren Account bei StudiVZ löschen. Die Gruppe war dem StudiVZ-Team bekannt, wie man nachlesen kann: “Einer der Gründer (Michael B.) hätte übrigens gerne ne Einladung für die Gruppe…”.. soviel zum Thema Prüfinstanz… Da fällt mir nix mehr ein zu. Robert meint dazu:

Doch irgendwie habe ich den Eindruck, dass die nicht in der Lage sind, ihr studentisches Ego abzulegen und als Unternehmer Kunden als Kunden zu behandeln, weniger als Objekt der Begierde.

Auch auf Nachfrage von Heise sieht man bei dieser Gruppe bei StudiVZ übrigens immer noch kein Problem :

Auf jedem Uni-Campus ist es normal, dass sich Studentinnen über Studenten und Studenten über Studentinnen unterhalten. So auch bei StudiVZ.

Holla, die Waldfee. Da fühlt man sich doch bestimmt wohl als Studentin bei so einem Verein, oder?

Abschliessend möchte ich Johnny vom Spreeblick zu Wort kommen lassen:

Wann hört das endlich auf? Wann geht irgendeiner der Geldgeber dieser offensichtlichen Drecksbude oder von mir aus auch die Justiz da mal durch die Etagen und räumt auf? Und wie viele Texte müssen bis dahin eigentlich noch geschrieben werden?

Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.

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Mein gefährliches Leben als Linkshänder

// November 23rd, 2006 // No Comments » // Leben, netznetz

15. Might want to read the labels a little more carefully. Nearly 2,500 lefties are killed every year using products meant for righties. Who knew? Now, just back away from those right-handed scissors.

wah! :|

19 Things You Probably Didn’t Know About Death

zwamok

// November 23rd, 2006 // No Comments » // Leben, Politail, netznetz

Ich wiederhole mich zwar, ich weiß, ich muss es aber noch einmal sagen: Großartig, der Zwarwald, besonders mal wieder heute.

aktuelle Musik

// November 23rd, 2006 // No Comments » // Musik, Baby!

Lou Reed in Heavy Rotation in den musiquaheadquarters. Reed- der Gott hinter den Velvet Underground Lyrics.

Lou Reed auf amg
Lou Reed auf myspace

boo!

// November 21st, 2006 // 7 Comments » // Leben

Und dann war da noch die Bankangestellte*, die wohl Angst hatte, ich könne mit dem Überweisungsbetreff “Anzahlung für Atombombe” Probleme bekommen und diesen kurzerhand in “Anzahlung” abkürzte.

 

*Geschlechtsbestimmung mittels empirischen Daten und darauf basierenden Wahrscheinlichkeitsrechnungen wissenschaftlich unterfüttert.

Doppelt zahlt’s sich besser

// November 16th, 2006 // No Comments » // Leben

Mein Vermieter war der Meinung, es sei eine gute Idee, meine Miete diesen Monat zur Abwechslung zweimal abzuziehen. Meine Bank ist verwirrt und schickt mir einen Brief über meinen verstörenden Saldo. Knietief im Minus watend brabbel ich etwas vor mich hin von perfektem Timing, horrenden Kosten für neue PC-Kunststücke, Buchhaltern die doppelt sehen und dem Universum, das jetzt wieder versucht, mich von hinten zu nehmen.
Eben am Telefon habe ich den Wolverine gegeben. Überzeugend. Habe Vermieter gedroht mit meinen Adamantium-Krallen mal im Büro vorbeizuschauen, wenn er das jetzt nicht auf der Stelle kläre. Überlege jetzt, ob ich nicht in Berlin eine Academy for Overacting aufmachen sollte. Stelle auf der Stelle(!) fest, dass 99% aller deutschen Schauspieler bereits so spielen, als hätten sie ein erfolgreiches Studium bei mir abgeschlossen. Bin enttäuscht, dass es keine lukrative Marktlücke für mich gibt.
Versuche jetzt, mich etwas zu entspannen und abzulenken, mit dem
Textspeier. (<-Empfehlung!)

 

 

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Lokalabsurdität

// November 16th, 2006 // 5 Comments » // Leben

Wenn Menschen mit dem Kürzel ‘SZ’ auf die ‘Sächsische Zeitung’ verweisen, dann ist das, Lokalpatriotismus* hin oder her, einfach nur absurd.

 

*find ich auch schon per se und für sich allein genommen geradezu absurd unnötig und bestenfalls nervend

[absurd ist ein absurd klingendes Wort, wenn man es nur oft genug vor sich hinsagt oder schreibt. how absurd!]

 

Update: Nach reiflicher Überlegung bin ich zu folgender Einsicht gelangt: Die SZ kann man durchaus mit SZ abkürzen. Ebenso kann man auch zur SZ SZ sagen. Warum eigentlich nicht.

specs/x

// November 13th, 2006 // 1 Comment » // Leben

I’m planning on doing something really spectacular. Like, you know, niesen mit geöffneten Augen.

What do all you women do When the men get Tropical Hot Dog payday?

// November 11th, 2006 // No Comments » // Leben

[..]
I’m playin’ this song
For all the young girls to come out to meet the monster tonight
Meet the monster tonight
How would you like to be the lucky girl,
The lucky one?
- To be the monster tonight
Ow, to be the monster tonight
Oh, everything’s wrong, at the same time it’s white!

You get to be – you get to be – with me
And also to be the monster tonight

aus Captain Beefhearts “Tropical Hot Dog Night

..on the sunset strip

// November 9th, 2006 // No Comments » // Leben

Neulich wieder vermehrt entzückt von Sonnenuntergängen.

Romantik galore!

PC-Problematik

// November 8th, 2006 // 2 Comments » // In eigener Sache, Leben

Letztens hatte ich massive PC-Probleme. Und damit meine ich ausnahmsweise nicht political correctness. Denn ich habe Sie, hochgeschätzte Leser, die letzten Tage nicht (schon wieder) auf kalten Entzug gesetzt. Neihen. Die Abstinenz war fremdbestimmt. Dieser Denkkasten hier, dieses fiese Stück Wellblech mit eingeschnitzten Schaltriefen, versagte mir ohne Vorankündigung so mir nichts dir nichts das Booten. Ein Akt der Rebellion (der Maschinen), der sich anfühlte als würde dieser eckische Klumpen mir die Zunge rausstrecken. Und damit mein ich keine neckischharmlose einsteinsche Zunge, sondern eher so eine Mischung aus Rollingstones*-Schlapperlappen und zum Zungenrausstrecker mutierter Ackermannsieger/peacepose. Also Fleisch Materie gewordenes Zurschaustellen von Abscheu und Arroganz. Kann Einen schon wütend machen. Zur Zeit befinde ich mich auf Installationssafari und verzweifle ein wenig ob der Tatsache, dass mir mehre Texte, Emails und Bookmarks abhanden gekommen sind. Ohne jetzt näher auf die Details einzugehen, es ist ein datentechnisches Martyrium durch das ich mich gerade durchwühle. Eins, das ich mit unregelmäßig gemachten Backups nur halb davon abhalten konnte, zum GAU zu werden. Es soll mir eine Lehre sein, wie einst Hitler der Russlandfeldzug!** So was passiert Einem kein zweites Mal.
*erstellt umfangreichen Backup-Plan auf A0-Poster; stellt fest, das reicht nicht und nimmt sich seufzend ein weiteres A0-Blatt zur Hand*

Nun, werte Anhänger, zündet ein paar Voodoopuppen für mich an und malträtiert ein Dutzend Duftkerzen, denn ich werde mich jetzt wieder in die Niederungen des Windowsdschungels hinabwerfen. Ich, Euer Held, werde bald von wundersamen Dingen auf meiner Reise berichten, die Euch staunen lassen werden wie weiland das letzte Mal zur Maueröffnung. Odysseus ist nichts gegen mich.
*schwingt furchtlos seine Datenmachete, bahnt sich seinen Weg durch das 0/1-Dickicht und denkt ‘ich bin schon ein toller Hecht’*

 

 

*Mein Rechner ist fast genauso alt. Richtig, er wurde von Zuse persönlich erbaut.
** Und da waren sie wieder, meine anderen PC-Probleme.