Archive for Juni, 2006

furzlinks – die Dramaqueens sind wieder unterwegs

// Juni 30th, 2006 // 2 Comments » // netznetz

Felix furzt und Johnny vom Spreeblick verlinkt das. Sagen, man sei kein Blogger mehr und sich genau so verhalten, wie man’s immer getan hat-schreiben, verlinken, rumnölen, sichabgrenzenwollen. Es gibt keine größeren Dramaqueens als deutsche Blogger. Ich bin erst Mitte letzten Jahres auf Blogs aufmerksam geworden, aber das ist mir bereits recht schnell klar geworden. Und es langweilt mich mittlerweile unfassbar.

Da reden die jahrelang darüber, was den Blogger von dem und dem unterscheidet und was da jetzt neu ist, und dann reden sie darüber, warum sie jetzt keine Blogger mehr seien. Metalevelgewichse par excellence. Wir sind keine Blogger mehr. Ich würde lachen, wenn es nicht so ein selbstverliebter Stuss wäre.

Kundera würde sagen: das ist jetzt die nächste Phase im Ziffernblatt der deutschen Blogwelt, die Phase des Verleugnens.

Ich könnte jetzt darüber referieren, dass ich grundsätzlich der Meinung von poodle damals war, dass Don Alphonso trotz seines Tones, der mir oft zuwider ist, im Großen und Ganzen recht hatte. Dass Felix und die anderen 2 mit der Opelaktion schlicht (langweiligen) Mist gebaut haben, dass nur Don Dahlmann da halbwegs gut weg kommt mit. Dass Felix offensichtlich mit soviel Kritik nicht umgehen kann/konnte. Oder zumindest unfähig ist, solche Diskussionen an sich abprallen zu lassen ohne wieder mal einen sinnfreien Beitrag zu verfassen, der als ‘Statement’ getarnt daherkommt. Oder ich könnte sagen, dass ‘Bloggersein’ mehr mit der benutzten Technik zu tun hat als mit irgendeiner Gruppenzugehörigkeit, was aber niemand wissen will. Denn wo bleibt dann die Abgrenzung? Ich könnte aber auch einfach sagen: whatsofuckingever. Ich bin es so leid, dieses Rumgeflenne aus meinen Feeds auszusortieren. Wirres les ich jetzt nicht mehr, interessiert mich nicht mehr. Und wenn er doch mal wieder furzt, dann werd ich das sowieso zwangsweise über Spreeblick erfahren- das wird sich wohl leider nicht vermeiden lassen. (Wobei irgendwann irgendein Schorfkopf bestimmt auch ‘den Links’ noch den Kampf ansagt, wenn man in wirres-Kommentaren sogar schon davon liest, dass Trackbacks ‘nicht notwendig’ seien. Sind sie nicht, aber trotzdem ne tolle Sache, nur so am Rande.)

Und darum werden ‘Blogs’ in Deutschland auch nicht groß: Weil der Großteil der Blogschreiber im Kreis rennt und versucht den eigenen Schwanz zu fassen. Selbst dann, wenn er meint, kein Blogschreiber mehr zu sein.

whatever

// Juni 29th, 2006 // No Comments » // Leben

hahahahh, ich sollte das nicht nur schreiben, sondern auch tun. (aua)
oh jeezes

boohoo

// Juni 29th, 2006 // No Comments » // Leben

“Au! Damn it!”
Fluchen über heißes, spritzendes Öl. Gleichzeitig beschliessen, nur noch mit bekleideten Oberkörper zu braten. a life made out of lessons

how to be creative

// Juni 29th, 2006 // No Comments » // Leben

ausgewählte Punkte:
1. Ignore everybody.
3. Put the hours in.
11. Don’t try to stand out from the crowd; avoid crowds altogether.
14. Dying young is overrated.
15. The most important thing a creative person can learn
professionally is where to draw the red line that separates what you
are willing to do, and what you are not.
16. The world is changing.
22. Nobody cares. Do it for yourself.


alle Punkte, mit Erklärungen und typischen gapingvoid-cartoons:
how to be creative

1/2 Sek MTV

// Juni 28th, 2006 // 2 Comments » // Bewegte Bilder, Leben

1/2 Sekunde MTV beim Durchzappen, Text passend umgedichtet:

Das ist die perfekte Scheisse.
Das ist der perfekte Mist.

Undifferenziertheit und Plattheit muss man mit den gleichen Mitteln schlagen. oder auch nicht. mir eh egal.
irrelevanz, dein name ist musikfernsehen

Himmel=

// Juni 27th, 2006 // No Comments » // Leben

Auf einer Wiese liegen, den vorbeiziehenden Wolken zuschauen und dabei zuhören, wie Gould Bach spielt.

In einer Zeit, in der dein Leben in 100 kleine Teile aufgespalten ist, die wie Puzzlestücke lose rumliegen und du dich je nach Notwendigkeit den Einen oder Anderen zuwendest ohne auch nur den Versuch zu starten oder auf den Gedanken zu kommen, sie zu einem Ganzen zusammenzuführen wollen. Was sowieso nicht möglich wäre*. Einfach Innehalten. Nichtstun.

Nur, dass dann wieder eins dieser Puzzlestücke hochschnellt und Dir einflüstert ‘Darüber könntest du doch bloggen’.(Das muss wieder aufhören, weil es der Vertreibung gleichkommt)

 

*Aber vielleicht eine Minimierung der Zersplitterung, das wär doch was.

Ein Königreich für eine Fee

// Juni 27th, 2006 // No Comments » // Ist das noch Techno?

Ich würde gern mal wieder raven.

[Gedanken, nachdem man mal wieder Landstrumms Index-Man EP gehört hat]

Entscheidungen

// Juni 22nd, 2006 // No Comments » // Ist das noch Techno?, Leben

Leute die das machen, die die eigene Musik wie Pfauenfedern vor sich her tragen, als Waffe für die Balz, sind, sorry, erbärmlich. [...]und [dann]alles zu verschachern was einem lieb und teuer ist. Wenn schon der Rest der Welt keine Prinzipien mehr hat, dann sollte man wenigstens selbst noch welche haben. Und die vor sich selbst rechtfertigen können. Die letzte Bastion vor Satania

Neunzig Prozent Derer, die heute Musik machen, tun das nur um ihre Paarungschancen zu erhöhen und/oder aus einem Geltungsbedürfnis heraus, auf der Jagd nach ihren ganz eigenen 15 Minutes. Narzisten regieren die Welt. Und richten sie zugrunde. In der elektronischen Musik mit ihrer (falschen) Verheißung von vom Talent losgelösten Ruhmpotential ist das besonders weit verbreitet.

Ich frage mich wo die ganzen Kreativen hin sind.

[Sich selbst zitieren fühlt sich an wie Cyberselbstgespräch. Muss aber auch mal sein]

fooligan forever

// Juni 22nd, 2006 // No Comments » // netznetz

Ich erwähnte es schon einmal. Aber ich mache es der Auffrischung halber besser gleich noch mal: Wer im Internetz gute, richtig gute Beiträge über die Fußball-WM lesen will, der gehe zum Fooligan.
Hier der sehr lesenwerte Schweden-gegen-England-Bericht.

An alle Frauen:

// Juni 21st, 2006 // 13 Comments » // Leben

Wenn Ihr an jemandem nicht interessiert seid: Ruhig so sagen. Auch gern: Du bist langweilig. Oder: Du stinkst aus’m Mund. Oder: Dir fehlen die Muskeln, die Anabolika muss mir ins Gesicht springen damit ich feucht werden kann.
Von mir aus auch: Ich hab ‘nen Freund.
ABER: Vor allem bei Letzterem, der genannte Grund sollte bitte auch stimmen. Ich, Wir*, können auf Pseudomitleidsgeflunkere verzichten. Denn, sind wir ehrlich: das Ganze, fast immer etwas halbherzig vorgetragen, führt nur dazu, dass die Machos** unter uns glauben, dass ein ‘Nein’ ein ‘Ja’ bedeutet, und dass das Ganze immer ein Spiel sei. Und das kann dann auch mal ganz schnell ganz hässlich werden. Und die Anderen von uns werden langsam aber sicher etwas desillusioniert durch die Szenerie laufen. Und Ihr, Ihr macht das Ganze nicht aus Mitgefühl oder Mitleid wie Ihr Euch gern selbst einredet, sondern weil es schlicht der einfachere, bequemere Weg ist.
Wenn ich jemand nach deren Telefonnummer frage, möchte ich nicht unerwartet (und unwahrscheinlich) Freunde aufpoppen sehen wie diese Männchen bei diesem Jahrmarktsspiel bei dem man mit dem Hammer auf diese kleinen Zwerge draufhaut. Auch will ich nichts von dramatischen Gefühlstiefs hören, die zur vorgeblichen Einsamkeit verdammen -wenn es nicht stimmt. Ein einfaches “Nein danke, you’re not my cup o’ tea!” vermindert die Post-Korb-Gedanken/Kopfschmerzen erheblich. Man kann auch von minimieren, in manchen Fällen gar von eliminieren sprechen.
Also, in diesem Sinne, bitte: Ehrlichkeit2.0. Für eine bessere Post-Post-Moderne.

Marcel, sich Odol kaufen gehend

*alle Männer
** not me (c)

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Hitlerkatzen!

// Juni 20th, 2006 // 2 Comments » // netznetz

Hitlerkatzen!

(via wirres)

suntag

// Juni 18th, 2006 // 8 Comments » // Leben

Ja, und dann Vollinventur-gutbezahlt-Studenten-Job gemacht und auf Betriebskosten schön gegessen, dann mit Freunden in deren Wohnung abgehangen, dann Volleyball mit Denen und Fremden gespielt, dann lecker und günstig abends Pizza gegessen, und dann noch im Park mit den Freunden abgehangen und abwechselnd Pingpong, chinässch und auch mal Tischtennis im Doppel gespielt, ja und generell and it feels like youth again

sonntage könnten öfter so sein.

1,5 hours of Kokettery and Krokettery

// Juni 16th, 2006 // 2 Comments » // Leben

1,5 Stunden Schlaf, mehr braucht der Student von heute nicht.
(Kokettieren mit Ausnahmeerscheinungen steht Ihnen ausgezeichnet, mein Herr.)