Archive for Februar, 2006

ausnahmsweise nettes Universum

// Februar 28th, 2006 // 2 Comments » // Der Buchstaben viele, Leben

Seit gut einem anderthalben Monat wohn ich jetzt hier in meiner neuen Wohnung (und in meinen jungen Jahren bereits mittlerweile dritten-auf mein Wohnungsmartyrium werde ich später einmal eingehen) . Alles toll, nur eine Sache freakte mich von Anfang an right out: Die Familie direkt über mir hat die eigenartige Angewohnheit prinzipiell bis ca. nachts um eins, manchmal auch halb zwei (nach oben offen) durch die Wohnung zu godzillaen als gebe es keinen Morgen mehr. Das Ulkige, frühs zwischen sieben und acht ging es damit dann weiter. Es krachte und scherbelte ganz fürchterlich: Laufgeräusche als wenn Ottfried Fischer höchstpersönlich proben würde für seine neue Serie, “Ein Bayer in Chemnitz”.
Und wo wir gerade dabei sind, dazu kommt noch ein Hund, 2 Meter lang, ein Meter breit und (gefühlte) zehn Meter hoch, der dieses Wohnungsjogging mit einem markerschütternden Bellen musikalisch begleitete, dass ich mich ständig fragte, ob er irgendwann die Eigenfrequenz dieses Hauses trifft und uns alle unter den Trümmern begraben wird. Mehr als einmal habe ich mich auch gefragt, warum ich in einem fucking Altbau wohne, der sich, was die Lautstärkeentwicklung angeht, anfühlt wie ein dummer Neubau. Da hätt ich auch ins Heckertgebiet ziehen können. Oder auch nicht, wer will dass schon.
Ich jedenfalls will in meiner Wohnung hermetisch von der Außenwelt abgeriegelt vor mich hin vegetieren können, wenn mir danach ist. Ohne Angst zu haben, jeden Moment den Putz von der Decke auf meinem Laminat wiederzufinden. Und ohne, dass meine Nachbarn mir beim Sex zuhören können. Zum Beispiel. Lärmentwicklung ist ja keine Einbahnstraße. Sue your landlord, dachte ich eben noch in amerikanischer Manier, als am Wochenende auf einmal das große Gewusel im Hausflur stattfand. Tatsächlich, die ziehen aus, dachte ich frohlockend. Nach nur anderthalb Monaten bin ich sie schon los, noch bevor meine Halsschlagader beim Pulsieren erste Totesopfer fordert. Und Sex hab ich sowieso überall lieber (naja, fast) als in meiner Wohnung.

Manchmal bekommt man dieses leise Gefühl, dass das Universum, vom schlechten Gewissen geplagt, einem ungefragt etwas Gutes tun möchte. Sozusagen als Entschädigung für die Grausamkeiten, die man ein Leben lang erdulden muss. Auch wenn das Ganze recht dilettantisch ausgeführt wird (ich habe bereits eine Vorahnung wie die Nachmieter aussehen werden), ich bin dankbar dafür.
Der Gedanke zählt

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// Februar 27th, 2006 // No Comments » // Leben, Lesen macht sexy, Musik, Baby!

Die einhundertste Ausgabe der De:bug ist soeben (verspätet, wegen Adressänderung meinerseits*) bei mir eingetrudelt. Extra dick, mit Poster & mit CD (und das Papier ist irgendwie besser). Feine Sache.

Kaufbefehl, Sklaven!

*Hat der Abobot extra für mich ein zweites Mal rausgeschickt gehabt. Eine Serviceoase, die De:bug.

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// Februar 26th, 2006 // 2 Comments » // Leben

Zeit wurde es.

Anschnallen. Bitte